googled91ed69a5232e9ea.html
16-Jul-19


FLUGZEUGLEGENDEN www.aircraft-historyweb.de Fotos  Rainer Lüdemann


Copyright © Rainer Lüdemann 2004 . Fotos alle Rechte vorbehalten.

Stand: 16 Juli 2019



Top


Focke Wulf Fw 190

Kein Kampfflugzeug hat jemals die Perfektion erreicht, aber zum Zeitpunkt ihres Debüts kam die Fw 190 diesem schwer fassbaren Ziel wahrscheinlich so nahe wie kein anderes Flugzeug. Sie besaß ein brillantes Design, bei dem Gewicht und Einfachheit die Schlüsselbegriffe waren und dabei die strukturelle Festigkeit nicht beeinträchtigt wurde. Sie wurde sowohl von seinen Piloten als auch von den Gegnern hoch gelobt, und ihr Erscheinen 1941 auf den Kampfplätzen im Krieg gab der Luftwaffe eine entscheidene, wenn auch nur vorübergehende Überlegenheit gegenüber dem Gegnern. Ihre leichte und einfache Kontrolle bei jedem Flugmanöver und jeder Geschwindigkeit, wo den meisten ihrer Zeitgenossen die Flügel abgerissen wären, forderten unmittelbare Anerkennung seitens der R.A.F.-Kampfpiloten und lösten Alarm im britischen Luftfahrtministerium aus.

Als ein Pilot der Luftwaffe im Juni 1942 zu den Alliierten mit seiner intakten Fw 190 A desertierte und den Engländern unversehrt übergab, beeinflusste die eingehende Untersuchung des bemerkenswerten Produktes des Focke-Wulf Flugzeugbaus beeinflussten das britische Handeln in Bezug auf die eigene Denkweise bei der Entwicklung eines Kampfflugzeuges zutiefst. Direkt daraus resultierte die Ausgabe der Spezifikation F.2 / 43, aus der die Hawker Fury entstand, die zahlreiche Merkmale der Focke Wulf in sich verbarg, die direkt von der Fw 190A kopiert wurden, ebenso wie bei der Spezifikation F.19/43, aus der ein Folland-Design Fo. 118 hervorging, dass von English Electric gebaut werden sollte, auch ein Projekt, das dem Entwurf der FW 190A zu verdanken war. Welch höheren Tribut hätte man dem zweifellos hervorragenden Kampfflugzeug zollen können, auch wenn es aus einem deutschen Design entstand?

Im Herbst 1937 erteilte das Reichsluftfahrtministerium (RLM) dem Focke-Wulf Flugzeugbau den Auftrag, zur Ergänzung der Messerschmitt Bf 109 - ein zweites Flugzeug mit genau den gleichen guten Leistungen wie die der Bf 109 zu bauen, um damit also ein zweites »Eisen im Feuer« zu haben.

Der Auftrag wurde vor allem deshalb an Focke Wulf vergeben, weil sich dieses Unternehmen nicht intensiv mit der Entwicklung anderer Kampfflugzeuge befasste und ein hochqualifiziertes Designer-Team unter der Leitung von Dipl.-Ing. Ing. Kurt Tank für sich arbeiten lassen konnte.

Das Team von Tank erstellte zwei Vorschläge. Ein Vorschlag basierte auf die Verwendung eines flüssigkeitsgekühlten Motors vom Typ DB 601 von Daimler-Benz und der andere auf einen großen luftgekühlten Sternmotor. Obwohl zu dieser Zeit der Sternmotor aufgrund seines Luftwiderstands und der Einschränkungen, die bei dem Blick nach vorn beim Start und bei der Landung gegeben waren, wurde die Verwendung eines Sternmotors nicht gerade als vorrangig erachtet. Aber infolge der Entscheidung von General Ernst Udet, mit der Entwicklung des Sternmotors fortzufahren, überraschte Tank und seine Kollegen doch sehr. Das Projekt mit Sternmotor war also mit an Bord. Im Sommer 1938 wurde mit der Detailplanung des neuen Jägerprojekts begonnen.

Das Team von Kurt Tank wurde von Oberingenieur Blaser beaufsichtigt, der in erster Linie für das Design des Einsitzers Fw 159 verantwortlich war, der parallel zur Bf 109 gebaut worden war, und der Fw 187 Falke Zweimotoriger, der ursprünglich auch als Einsitzer konzipiert war. Die Arbeiten an der Fw 190 gingen zügig voran und innerhalb von zehn Monaten wurde der erste Prototyp für den Erstflug vorbereitet. Er war eine Kombination aus einfacher und dennoch stabiler Konstruktion, deren Grundidee darin bestand, die Zeit für die Wartung im Feld auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig die Möglichkeit einer weit verbreiteten Herstellung durch weit verbreitete Sub-Unternehmer im Lande zu schaffen.




Lesen Sie mehr hier >>>>>> Quelle: AERO-Sammelwerk, Marshall Cavendish Int. Ltd., London